Der Kunde:
Rexam Pharma, einer der drei größten Hersteller im pharmazeutischen Spritzguss, entwickelt und fertigt am Standort Neuenburg, Produkte für Medical-Devices und Drug-Delivery-Systems. Damit beliefert das in den 60er Jahren gegründete Unternehmen 14 der weltweit 15 größten Pharmaproduzenten.
Die Aufgabe:
Umsetzung der Idee des Rexam Kunden Aseptic Technologies, Les Ignes/Belgien. Fertigen einer Kunststoff-Vial für die pharmazeutische Industrie. Diese Kunststoff-Vial soll deutliche Vorteile in der Handhabung und beim Befüllen bringen und die Verluste durch Glasbruch reduzieren.
Das Problem:
Wie können die Kunststoff-Vials gefertigt werden, die diesen hohen Anforderungen gerecht werden und die wesentliche Vorteile gegenüber dem Befüllen von Glas-Durchstech-Fläschchen erreichen?
Die Lösung:
Spritzen des durchsichtigen Behälters und des Elastomer-Stoppers in einem Reinraum der Klasse A nach cGMP mit zwei Spritzgießmaschinen von KraussMaffei. Anschließend werden die beiden Teile ebenfalls im Reinraum von zwei Robotern zusammengefügt. Zum Werkzeugwechsel fahren die Spritzgießmaschinen aus dem Reinraum heraus. Dabei wird die Abdichtung des Reinraums durch ein Abschottblech am Ende der Maschinen und am Anfang des Werkzeugbereichs garantiert. Geringe Weißraumabmessungen und größtmögliche Reinheit gewährleisten zuverlässige Produktionsbedingungen bei geringen Kosten. Der Deckel wird auf einer weiteren Spritzgießmaschine gespritzt, lose mitgeliefert und nach dem Befüllen montiert .
Das Ergebnis:
Rexam hat durch diese innovative Lösung einen Marktvorteil gegenüber seinen Wettbewerbern. Es ist nicht mehr nötig, das Kunststoff-Vial vor dem Befüllen zu reinigen und zu sterilisieren. Das Medikament wird mit einer Nadel durch den Stopper eingefüllt. Danach wird die Durchstichstelle verschweißt. Durch dieses Konzept kann die Füllstation kleiner und kompakter gestaltet werden. Außerdem verringert sich der Aufwand für das Abfüllen deutlich.
